
Kronen Zeitung
ZWEITE LIGA
St. Pölten siegt, Lustenau und FAC patzten
Der SKN St. Pölten hat im engen Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Liga voll angeschrieben, Austria Lustenau und der FAC haben indes Federn gelassen.
Während die Niederösterreicher am Freitagabend auch dank zwei Toren in den ersten zwei Minuten gegen Rapid II mit 4:0 (2:0) gewannen, unterlagen die Vorarlberger gegen die Vienna zu Hause 0:3 (0:2). Die Floridsdorfer gingen ebenfalls daheim gegen Sturm II als 0:1-(0:0)-Verlierer vom Rasen.
Tabellenführer Amstetten, der keine Ambitionen hat, in die Bundesliga aufzusteigen, verlor ebenfalls. Austria Salzburg siegte auswärts 2:0 (1:0). Lieferung rang Schwarz-Weiß Bregenz nach einem Torspektakel 4:3 (3:2) nieder. In der Tabelle zog der Zweite St. Pölten damit an Punkten mit Amstetten gleich, während Lustenau den Sprung ganz nach vorne verpasste. Die Admira hat somit am Sonntag im Heimspiel gegen Austria Klagenfurt die Chance, auf den ersten Platz vorzustoßen.
St. Pölten mit Blitz-Doppelschlag
St. Pölten lag nach nicht einmal zwei Minuten 2:0 voran, wobei Rapid-Keeper Laurenz Orgler eine unglückliche Figur machte. Zunächst überhob Marco Djuricin den Torhüter nach 14 Sekunden Spielzeit von knapp außerhalb des Strafraums, dann haute Orgler bei einem Rückpass von Jakob Brunnhofer daneben, der Treffer zählt als Eigentor des Verteidigers. St. Pölten vergab danach Chancen für eine Vorentscheidung, wobei auch die jungen Grünweißen Möglichkeiten vorfanden. Dem eingewechselten Bernd Gschweidl gelang schließlich das 3:0 (73.), die Partie war endgültig entschieden. Das 4:0 der St. Pöltner war erneut eine Slapstick-Einlage der Gäste, Brunnhofer und Orgler sorgten in Co-Produktion für das nächste Eigentor.
Amstettens Niederlage wurde ebenfalls früh eingeleitet. Denizcan Cosgun überlief kurz nach dem Anpfiff die gegnerische Defensive und brachte die Salzburger Austria nach 64 Sekunden in Führung. Cosgun legte kurz nach der Pause noch sein achtes Saisontor nach. Amstetten agierte offensiv mit zu wenig Durchschlagskraft, das Anschlusstor wollte nicht fallen.
Vienna und Sturm II überraschten
In Lustenau schlug die Vienna per Doppelschlag zu. Bernhard Zimmermann (29.) staubte per Kopf ab, nachdem Bernhard Luxbacher noch an Torhüter Domenik Schierl gescheitert war. Dann war Jürgen Bauer (32.) nach einem Eckball ebenfalls per Kopf zur Stelle. Zimmermann ließ mit seinem zweiten Treffer (61.) keine Zweifel am Sieger aufkommen.
Der FAC zeigte offensiv viel zu wenig, um Sturm II in Bedrängnis zu bringen. Die Führung der Grazer in der 84. Minute war verdient. Bastian Maierhofer traf nach einem Freistoß per Kopf. Eine Antwort gelang den Floridsdorfern nicht mehr. Als Fünfter hat der FAC drei Punkte Rückstand auf St. Pölten, aber auch eine Partie weniger bestritten.
Unterhaltung wurde in Salzburg geboten. Die Jungbullen stellten durch schöne Tore von Ilia Ivanschitz und Marc Striednig auf 2:0, ehe die Bregenzer durch Bonaventure Lendambi erstmals verkürzten. In dieser Tonart sollte es weitergehen. Phillip Verhounig erhöhte für die Lieferinger auf 3:1 bzw. 4:2, Johannes Tartarotti traf für die Vorarlberger jeweils vom Elfmeterpunkt zum 2:3 bzw. 3:4. Eine Stunde war zu diesem Zeitpunkt gespielt. Dabei blieb es, auch, da der eingewechselte U17-WM-Held Johannes Moser nur die Latte traf.
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